Ohne Grenzen wird Nähe zur stillen Untreue
Die eigene Mitte geht selten auf einmal verloren. Ansprüche, Stimmungen und kleine Nachgiebigkeiten können sie nach und nach verschieben, bis Dienst, Güte und Verantwortung ihre Form verlieren.
Eine Grenze sagt deshalb nicht zuerst Nein zum anderen, sondern Ja zu dem, was bewahrt werden muss. Sie ordnet das Offene, hält Hingabe frei von Vermischung und ermöglicht Verbundenheit, ohne das Eigene preiszugeben. Die leise Setzung ist, das Nichtverhandelbare ohne Härte zu wahren.
Gedanke dieser Folge
KernsatzTreue zeigt sich darin, dem Wesentlichen einen geschützten Raum zu geben.
Weitere Folgen
Vertiefung
Verdichteter Impuls
Grenzen entstehen nicht nur aus Furcht oder Distanz. Sie können Ausdruck einer inneren Bindung sein: an das Anvertraute, an die eigene Verantwortung, an ein erkanntes Maß.
Verlangsamungsfrage
Welche Grenze würde gegenwärtig nicht meine Distanz, sondern meine tiefste Verbundenheit schützen?
Dein Schritt für heute
Vielleicht notierst du in einem Satz, welchem Wert deine nächste klare Grenze dienen darf.
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Host: Samuel Glöggl.
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