Was geschieht, wenn jede Krise dasselbe Feindbild nährt? | Apostolicae nostrae caritatis · Papst Pius IX.
Krieg, Seuchen, Erdbeben und politische Unruhe verdichten sich für Pius IX. 1854 zu einem Bild umfassender Erschütterung. Hinter den sichtbaren Krisen erkennt er einen Verlust religiöser und gesellschaftlicher Ordnung. Ideen über Wahrheit, Freiheit und Autorität besitzen für ihn konkrete Folgen.
Die Einordnung nimmt diese Sorge ernst, zeigt aber auch ihre Grenze. Sehr verschiedene Entwicklungen werden einem gemeinsamen Lager der Bedrohung zugerechnet. Daraus entsteht die bleibende Aufgabe, geistige Zusammenhänge zu prüfen, ohne Unterschiede einzuebnen oder Kritik zum Feind des Gemeinwohls zu erklären.
Gedanke dieser Folge
KernsatzWer Zusammenhänge sucht, darf die Unterschiede nicht opfern.
Weitere Folgen
Kapitel & Zeitmarken
Vertiefung
Verdichteter Impuls
Pius IX. blickt auf eine Zeit, in der äußere Erschütterungen und innere Unsicherheit zusammentreffen. Sein kurzes Schreiben ist von der Sorge getragen, dass nicht nur einzelne Ordnungen, sondern ihre gemeinsamen Grundlagen brüchig werden.
Verlangsamungsfrage
Wo erkläre ich Verschiedenes vorschnell aus derselben Ursache?
Dein Schritt für heute
Vielleicht notierst du zwei Dinge, die du oft miteinander verbindest, und schreibst dazwischen: „Sie gehören zusammen – und bleiben verschieden.“
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Host: Samuel Glöggl.
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