Psalm 13-16 · Tag 138
Klage, Wahrheit, Heiligkeit und die stille Hoffnung auf Gottes unvergängliche Nähe.
Gedanke dieser Folge
KernsatzWer seine Not vor Gott nicht verbirgt, kann mitten in ihr neu auf seine Nähe vertrauen.
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Dem Musikmeister; ein Psalm Davids.
Wie lange noch, HERR, willst du mich ganz vergessen,
wie lange dein Antlitz vor mir verhüllen?
Wie lange noch soll ich Sorgen hegen in meiner Seele,
Kummer im Herzen tragen Tag für Tag?
Wie lange noch soll mein Feind sich gegen mich erheben?
Blick her, erhöre mich, HERR, mein Gott,
laß die Augen mir wieder leuchten, daß zum Tode ich nicht entschlafe!
Sonst rühmt sich mein Feind: »Ich habe ihn überwältigt!«,
und meine Gegner jubeln, wenn ich wanke.
Doch nein, ich vertraue deiner Gnade:
jauchzen soll mein Herz ob deiner Hilfe!
Singen will ich dem HERRN, daß er Gutes an mir getan!
Gedanken bei der allgemeinen Verderbtheit der Welt und Bitte um Erlösung
Dem Musikmeister, von David.
Die Toren sprechen in ihrem Herzen:
»Es gibt keinen Gott«;
verderbt, abscheulich ist ihr Tun:
da ist keiner, des Gutes täte.
Der HERR schaut hernieder vom Himmel aus
nach den Menschenkindern,
um zu sehn, ob da sei ein Verständiger,
einer der nach Gott fragt.
Doch alle sind sie abgefallen,
insgesamt entartet;
da ist keiner, der Gutes tut,
auch nicht einer .
Haben denn keinen Verstand die Übeltäter alle,
die mein Volk verzehren –
die das Brot des HERRN wohl essen,
doch ohne ihn anzurufen?
Damals gerieten sie in Angst und Schrecken,
denn Gott war mit dem gerechten Geschlecht.
Beim Anschlag gegen den Elenden werdet zuschanden ihr werden,
denn der HERR ist seine Zuflucht.
O daß doch aus Zion die Rettung Israels käme!
Wenn der HERR einst wendet das Schicksal seines Volkes,
wird Jakob jubeln, Israel sich freuen.
Wer darf Gast des Herrn sein?
Ein Psalm von David.
HERR, wer darf Gast sein in deinem Zelte,
wer wohnen auf deinem heiligen Berge?
Wer unsträflich wandelt und Gerechtigkeit übt
und die Wahrheit redet, wie’s ihm ums Herz ist;
wer keine Verleumdung mit seiner Zunge umherträgt,
seinem Nächsten kein Unrecht zufügt
und keine Schmähung ausspricht gegen Verwandte;
wer Verworfne als wirklich verächtlich ansieht,
aber Gottesfürchtigen Ehre erweist;
wer sich selbst zum Schaden schwört und den Eid doch hält;
wer sein Geld nicht ausleiht gegen Zins
und Bestechung nicht annimmt gegen Schuldlose:
wer solches tut, wird ewiglich nicht wanken.
Gott das höchste, ja einzige Gut der Seinen
Ein Lied von David.
Behüte mich, Gott, denn bei dir such’ ich Zuflucht!
Ich sage zu Gott: »Mein Allherr bist du,
es gibt nichts Gutes für mich außer dir«;
und von den Heiligen im Lande :
»Dies sind die Edlen, an denen mein ganzes Herz hängt.«
Vielfaches Leid erwächst den Verehrern anderer :
ich mag ihre Bluttrankopfer nicht spenden
und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.
Der HERR ist mein Erbgut und Becherteil ;
du bist’s, der mein Los mir sichert.
Die Meßschnur ist mir gefallen aufs lieblichste
ja, mein Erbteil gefällt mir gar wohl.
Ich preise den HERRN, der mich freundlich beraten;
auch nächtens mahnt mich mein HerzA dazu.
Ich habe den HERRN mir beständig vor Augen gestellt:
steht er mir zur Rechten, so wanke ich nicht .
Drum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt:
auch mein Leib wird sicher wohnen .
Denn du gibst meine Seele dem Totenreich nicht preis,
du läßt deinen Frommen nicht schaun die VernichtungA.
Du weisest mir den Weg des Lebens :
vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle
und SegensgabenA in deiner Rechten ewiglich.
Hilferuf eines Bedrängten wider ruchlose Feinde
Vertiefung
Verdichteter Impuls
Psalm 13 beginnt im Erleben göttlicher Abwesenheit. Die wiederkehrende Frage nach dem Ende des Leidens ist kein Mangel an Glauben, sondern eine Sprache für das, was sich nicht länger verschweigen lässt.
Verlangsamungsfrage
Welche Klage könnte sich verändern, wenn sie nicht länger verborgen bleiben müsste?
Dein Schritt für heute
Vielleicht schreibst du einen ehrlichen Satz über deine Not auf und setzt darunter: „Gott, bei dir suche ich Halt.“
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Host: Samuel Glöggl.
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Weitere Podcasts von Samuel Glöggl: Briefe an die Welt, Der Souveräne Blick, Heute heilig, Katechismus in einem Jahr, Von der inneren Regierung oder direkt diese Arbeit mittragen.