Wer sofort reagiert, verliert leicht Ton und Richtung
Ein fremder Takt kann unmerklich die Führung übernehmen. Schnelle Antworten, viele gleichzeitige Bewegungen und frühe Urteile wirken wach, lassen aber leicht Stimme, Blick und Richtung verloren gehen.
Langsamkeit ist hier kein Ausweichen, sondern die Rückkehr zum eigenen Schritt. Weniger zugleich tun, weniger sofort sagen und den Dingen ihre Schwere lassen: So entsteht ein innerer Abstand, in dem Maß und Entscheidung wieder möglich werden.
Gedanke dieser Folge
KernsatzFrei bleibt, wer seinen Schritt nicht der Eile überlässt.
Weitere Folgen
Kapitel & Zeitmarken
- 0:00 Freiheit ist keine Jagd nach Neuem bis 0:57
- 0:57 Wer schneller wird, wird leichter lenkbar bis 1:57
- 1:57 Wieder führen, statt getrieben zu werden bis 2:57
- 2:57 Doch es ist nur Flucht in Vornehmergestalt bis 3:54
- 3:54 Sie bewahrt die Stimme, sie bewahrt den Blick bis 5:00
- 5:00 Warten, ohne unruhig zu werden bis 6:03
- 6:03 Sie bleibt klar, weil sie nicht nachholt bis 6:34
Vertiefung
Verdichteter Impuls
Schnelligkeit kann den Anschein von Kraft erwecken. Doch wo das Tempo über den Menschen bestimmt, verliert er unmerklich seine Wahl.
Verlangsamungsfrage
Wo lasse ich mich von einem Tempo bestimmen, das meinem Inneren nicht entspricht?
Dein Schritt für heute
Vor der nächsten Antwort könntest du einen ruhigen Atemzug lang warten.
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Host: Samuel Glöggl.
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